Simone Glausers Arbeiten entfalten sich wie Fragmente aus einem Traum. In ihren Bildern öffnen sich Risse und Fugen, durch die sich verborgene Welten andeuten: Landschaften, Figuren, Erinnerungen, die sich nur für einen Augenblick zeigen und gleich wieder im Nebel verschwinden. Die zarten Überlagerungen wirken wie Spuren einer inneren Topographie, die zwischen Sichtbarkeit und Auflösung oszilliert.
Es ist Kunst im Dazwischen: flüchtig und gleichzeitig eindringlich, brüchig und doch poetisch geschlossen. Glausers Werke sind weniger Erzählungen als vielmehr Stimmungen—eine Einladung, sich in den Rissen zu verlieren und neue Bilder zu entdecken.
Simone Glauser (*1982) studierte Kunstvermittlung an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie leitet eine Keramikwerkstatt in einem Gemeinschaftszentrum in Zürich; ihr eigenes Werk entsteht in der Rothuswies in Männedorf, wo sie mit ihrer Familie lebt.
